Peter Merten, Kunst- und Kulturwissenschaftler über Jana Dettmer

Jana Dettmer, erfolgreiche Wirtschaftsanwältin, ist seit Jahren auch als Künstlerin und Künstlerförderin aktiv. Sie ist einer der wenigen Menschen, die ihr ganzes Leben für die Kunst brennen und die es geschafft haben, sich auch als professionelle Künstler zu etablieren.

Kunst muss man wollen, man muss es aber auch können, soll der Anspruch an die eigene Person und die Ansprüche von Kunstfreunden erfüllt werden. Auf Jana Dettmer trifft beides zu. Nach dem sie ihr ganzes Leben ihrem Faible für die Künste nachgegangen ist, entschied sie sich in einer Phase persönlicher Sinnfragen, den Aufwand für eine zusätzliche künstlerische Entwicklung auf sich zu nehmen. Sie besuchte eine anerkannte Malschule, um Maltechniken weiterzuentwickeln und nutzte ihre Kontakte zu bereits renommierten Künstlern, um als Assistentin tiefer in die vielfältigen Möglichkeiten und Chancen künstlerischer Tätigkeit einzudringen. 

Profitiert hat sie von dieser Mammutaufgabe gleich dreifach: als Mensch konnte sie wieder besser zu sich selbst finden, als Anwältin konnte sie sich durch notwendigerweise neue Sichtweisen noch besser für die Belange ihrer Mandanten engagieren und als Künstlerin wurde ihr immer stärker bewusst, dass sie mit dem Beherrschen von Techniken und ästhetischen Vorstellungen eine besondere Kraft erhält zur Gestaltung des Lebens für sich und ihre Umwelt. 

Die Fragestellung nach dem Sinn des Lebens ist offenbar nur dem Menschen zu eigen; nur er verfügt überhaupt über Voraussetzungen für eine selbstbezügliche Sinnreflexion. Diese Erkenntnis, die sich oft erst abseits einer gewohnten Tätigkeit aus der Beschäftigung mit den Künsten ergibt, macht die Bedeutung und den Mehrwert von Kunst für den aufmerksamen Betrachter greifbar.

Vor diesem Hintergrund setzt Jana Dettmer in ihrer Doppelrolle als Rechtsanwältin und bildende Künstlerin an und fragt sich stellvertretend auch für andere: Was kann denn die Kunst überhaupt leisten für mich und andere? Ausgangspunkt für Sie ist der von Joseph Beuys formulierte Aufruf: Jeder Mensch ist kreativ und kann ein Künstler sein – ja, wenn er die ständige Konfrontation mit dem eigenen Ich riskiert.

Ihre eigene Kunstentwicklung führt sie in eine immer stärker werdende intensive Auseinandersetzung mit der Kraft von Farben und ihre Bedeutung für unsere Seele. 

Jana Dettmer sieht ihre Aufgabe in der Kunst insofern als eine Möglichkeit, ungefiltert und über das Kunstwerk als Mittler mit anderen Menschen zu kommunizieren und dadurch vielleicht positiven Einfluss auf unser Leben zu nehmen. Die Botschaft macht ein Werk zur Kunst. Je spannender, je tiefgründiger die Botschaft, desto interessanter und damit besser die Kunst. Unverkennbar im bisherigen Schaffen Jana Dettmers ist die Auseinandersetzung mit der Farbe. Figurales kommt kaum vor, denn ihre Welt ist der Magie atmosphärischer Wahrnehmung zugewandt. Dass sie intensiv neue Kunsttechniken bis zur Perfektion erlernt hat, kommt ihren Bildern zugute. Ihre Bilder erscheinen abstrakt, dem Betrachter tun sich jedoch Welten auf, die sich einer individuellen Gestaltung öffnen. 

In ihren Bildern spürt Jana Dettmer leichtesten seismischen Bewegungen nach. Mit Ihrer Kunst findet sie Wege, diesem oft Unsichtbaren atmosphärischer Empfindungen Gestalt zu geben. Farben, insbesondere die unendlichen Nuancen monochromer Farbwelten, sind für sie nicht nur Mittel ästhetischer Veredelung in den schönen Künsten, sondern gleichsam ganz praktisch Mittel, Räumen Leben einzuhauchen, mit anderen Menschen behutsam in Verbindung zu bringen. In diesem Sinne macht sie auch ganz bewusst Angebote, die auch über das einzelne Bildwerk hinausgehen.

Gerade die Vielfalt der Abstraktion bietet ihr die große Möglichkeit, über die Farben ihrer Gemälde und Grafiken mit anderen Menschen zu kommunizieren. Zu diesem Dialog lädt die Künstlerin alle Kunstinteressierten ein. 

Insoweit Jana Dettmer Gefühlen und persönlichen Wahrnehmungen in der Poesie der Farben Ausdruck verleiht, kann Ihre Kunst tatsächlich etwas bewirken, sofern sie Menschen erreicht, die sich hierdurch motivieren lassen. Dies macht ihre Kunst so interessant und letztlich auch so wunderbar einsetzbar in privaten wie in öffentlichen Räumen. 

 

Kurzbiografie 

1965                geboren in Braunschweig, Niedersachsen

1984 – 1990    Studium der Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft

1990 – 1999    Aufenthalt und Tätigkeiten in den USA, Studienreisen in Europa und Übersee

1999 – dato     selbständige Insolvenzverwalterin mit Büros in Köln und Bonn

2013 – 2015    Studium der Malerei, Freie Kunstschule Köln

2016                Gründung der Kunstplattform KunstStücke by Dettmer

Seit 2015 autodidaktische Weiterentwicklung, Assistenz bei und Auseinandersetzung mit verschiedenen klassisch ausgebildeten Künstlern (Michael Jansen, Heinz Zolper, Christos Karas u.a.)
Aufnahme der monochromen Malerei, Auseinandersetzung mit der ästhetischen, psychologischen und philosophischen Bedeutung der Farben.
Beginn einer regen Ausstellungstätigkeit, u.a. Discovery Art Fair, St-ART Strassbourg, Artforum TAS Athen.

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